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Lärchen selbstgebaut

Lärchen 4.0

Die neuste Generation meiner Lärchen entsteht wie folgt:

- Löten des Rohlings aus Draht
- Modellieren des Stammes mit Leim und Sägemehl
- Aufschiessen von 5 - 7 mm Fasern mit dem Grasmaster
- Braun / grau aus der Spraydose
- Aufschiessen von 1 mm Fasern (Polak) mit dem Grasmaster

In 5 Schritten zur Lärche auf der Modellbahn

Schritt 1: Der Drahtrohling entsteht in ca. 10 Min. durch Verlöten der Drähte. Verschiedene Vorlagen lassen unterschiedliche Grössen und Wuchsformen entstehen.
Schritt 2: Den Stamm mit verdünntem Weissleim bestreichen und feines Sägemehl oder Woodland turf als Rindenimitation verwenden. Vorgang mindestens einmal wiederholen.
Schritt 3: UHU Kontaktkleber anbringen und zerkleinerte Sisalfasern überstreuen, nochmals Kontaktkleber anbringen und 5 mm Grasfasern streuen.
Schritt 4: Braun aus der Dose, ev. auch etwas hellgrau.
Schritt 5: UHU Kontaktkleber aus der Dose, Streugras (2 mm) je nach Jahreszeit verwenden. Je nach Dichte der Lärche diesen Schritt wiederholen.

Aufwand für eine Lärche: ca. sFr. 3.- bzw. ca. 20-25 min.
Ich arbeite jeweils in 10er Serien.

Mittlerweile habe ich meine Bautechnik verfeinert. In den Sommerferien und schon im Frühjahr 2010 habe ich 150 Rohlinge gebaut. Diese habe ich nicht mehr mit dem Schraubendreher und der Klebbandmethode erstellt, sondern mit der Löttechnik. Die grössten sind 27 cm hoch, die niedrigsten ca. 10 cm. Nun liegen schon einige 10er-Serien bereit für den Einbau. Insgesamt habe ich bereits 400 Eigenbau-Nadelhölzer fertiggestellt oder noch im Bau.
Fichte (20 cm) Lärche (20 cm) Fichten und Lärchen unterhalb der Grümkurve (Arbeiten eines Anfängers)

Materialliste

Einfache Spritzbox:

eine Bananenschachtel erfüllt diesen Zweck nur bedingt - der Lüfter fehlt!

 
Zwischen zwei etwa 15 mm breite Klebbandstreifen werden zwischen 30 und 40 Drahtstücke von 0,6 mm Dicke gelgt. Im oberen Bereich messen diese Stücke zwischen 25 und 35 mm, im unteren Bereich zwischen 40 und 60 mm. Somit erzeugen wir zwischen 60 und 80 Äste für unsere Fichte.  
Ein 1,5 mm Draht wird längs um den Klebbandrohling gelegt und mit dem oberen Bereich im Schraubstock eingespannt. Die unteren beiden Drahtenden werden im Bohrfutter des Akkuschraubers befestigt. Wir verdrehen die beiden dicken Drahtstücke und achten darauf, dass unser Rohling exakt in der Mitte der Drähte positioniert bleibt. Hier sind zwei helfende Hände von Vorteil. Mit etwas Übung ist dieser Schritt aber auch alleine zu schaffen.
Die beiden überstehenden verdrillten Drahtenden werden mit dem Seitenschneider abgezwackt und die Äste in Position gebogen und falls nötig gestutzt. Unser Rohling ist ohne Lötstelle ein stabiles Tännchen geworden.  
Mit dem Pinsel wird der Stamm mit Weissleim bestrichen und mit feinem Sand die Rinde nachgebildet. Im oberen Bereich kann darauf verzichtet werden, damit der Stamm nicht zu dick wird. Unten wird der Besandungsvorgang ein zweites Mal wiederholt. Bild folgt  
Der Rohling wird nun mit Kontaktkleber besprüht und mit Fadenstückchen und 5 mm langen Grasfasern (z.B. Noch Wildgras beige) bestreut. Dieser Vorgang sollte wiederholt werden, damit an den langen Fadenstücken kürzere Grasfasern kleben bleiben, um ein feingliedriges Geäst nachzubilden. Danach wird das Ganze mit brauner Farbe eingesprayt. Der Rohling ist nun fertig.
Lärchen weisen auch Grau- und Grüntöne im Stammbereich auf. Für einzelne Exemplare, die auf der Modellbahn im Vordergrund stehen, lohnt sich das Patinieren der Stämme!
Die Fadenstücke stelle ich mit der im Bild gezeigten Methode einfach und schnell her. Verläuft der Karton konisch, entstehen verschieden lange Fadenstücke, was erwünscht ist!  
Auf die noch klebrige braune Farbe wird eine erste Schicht Grasfasern geträufelt. Für die Sommerlärchen verwende ich dazu die Fasern von Heki (mittelgrün, 3365), für die Fichten Moorboden (Heki, 3362).
Es folgt eine weitere dünne Schicht mit Kontaktklebespray und eine Portion Grasfasern. Je nach Dichte der Lärche kann dieser Vorgang nur einmal oder bis dreimal durchgeführt werden. Bei den Fichten kann man ganz am Schluss vorsichtig dosiert mit hellgrün (Heki, 3364) streuen, um die jungen Triebe im Frühling zu imitieren.
Damit der Stamm vom Benadelungsvorgang verschont bleibt, kann er mit einem Kartonrohr nach dem Einfärben geschützt werden.
Nun kann mit der Grösse, der Wuchsform und der Benadelungsdichte experimentiert werden, um individuelle Lärchen und Fichte zu erzeugen. Es lohnt sich, eine Lärche im Winter zu fotografieren, um die Biegung der Äste genau studieren zu können.